Checkliste A-Z
Erstellen Sie eine Checkliste aller Kriterien, die für Ihren Immobilienkauf wesentlich sind.
Eine beispielhafte Auswahl von Kriterien haben wir hier für Sie zusammengestellt:
- Adresse: Prüfen Sie genau die Lage der Immobilie.
- Aufzug: In einem Wohnhaus ist ein Aufzug, der am besten noch ohne
Schwellen/Treppen erreichbar ist, ein echtes Plus, wenn nicht sogar ein absolutes Muss.
- Altlastenfreiheit: Lassen Sie sich Altlastenfreiheit vertraglich zusichern.
Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Bauland neu erschlossen wurde und zuvor in der Umgebung z.B. ein Industriebetrieb angesiedelt war.
- Ansprechpartner: Checken Sie Ihre Ansprechpartner rund um den
Immobilienerwerb, recherchieren Sie im Internet, holen Sie Referenzen ein.
- Altersgerechtheit: Wir empfehlen, auch schon in jungen Jahren auf die
Altersgerechtheit der Immobilie zu achten. Dazu gehören Vorrichtungen im Bad, Art der Begehbarkeit/Vermeidbarkeit von Treppen innerhalb und im Außenbereich des Anwesens sowie Barrierefreiheit (keine Schwellen): Dies ist nicht nur ein Thema für Senioren, sondern u.a. auch für junge Familien (Kinderwagen).
- Barrierefreiheit (Vermeidung von Schwellen): Ein echter Vorteil einer
Immobilie (z.B. im Wiederverkauf), selbst wenn sich die Notwendigkeit derzeit nicht ergibt.
- Baufortschritt / Erstbezug: Lassen Sie sich die Termine für den Bau-
fortschritt und den Erstbezug zusichern. Zahlen Sie nur nach Baufortschritt. Vereinbaren Sie, wenn möglich, eine Konventionalstrafe, wenn die Immobilie nicht zum zugesagten Termin bezugsfertig ist. „Schlüsselfertig“ ist juristisch nicht ausreichend.
- Baugenehmigung: Lassen Sie sich zusichern, dass eine Baugenehmigung
vorliegt, und nehmen Sie Einblick in die Baugenehmigung. Das gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsbauten. Es mussten schon sog. „Schwarzbauten“, die Jahrzehnte bestanden, auf Behördenanweisung abgerissen werden.
- Baujahr der Immobilie: Das Alter der Immobilie hat einen Einfluss auf
ihren Wert, prüfen Sie auf jahrgangsspezifische „Bausünden“ (vgl. „Welche Immobilie“).
- Bauträger: Wenn Sie bauen, lassen Sie umfassende Sorgfalt bei der Wahl
Ihres Bauträgers walten. Von ihm hängt der Erfolg Ihres Projektes maßgeblich ab. Recherchieren Sie im Internet, u.a. im elektronischen Bundesanzeiger.
- Elektronischer Bundesanzeiger (ebundesanzeiger.de): Alle Kapital-
gesellschaften und damit die meisten Bauträger müssen hierüber ihre Bilanzen veröffentlichen. Der Zugriff auf die Daten ist kostenlos und kann sehr aufschlussreich sein.
- Energieform (Gas, Öl etc.): Informieren Sie sich genau über Vor- und
Nachteile der genutzten Energieform. Im Rahmen der Energiewende ändern sich die Rahmenbedingungen/Fördermöglichkeiten laufend.
- Energieausweise: Lassen Sie sich den Energieausweis vorlegen. Es gibt
zwei Arten von Energieausweisen. Der gebrauchsorientierte Energie- ausweis ist wichtig, in der Praxis aber hin und wieder falsch. Üblich ist der verbrauchsorientierte Energieausweis. Dieser ist aber nicht immer aussagekräftig. Eine Prüfung durch einen Sachverständigen hilft auch hier weiter.
- Erbpacht/Erbpachtzins: Werden Sie sich im Vorfeld im Klaren darüber,
ob für Sie ein Erwerb einer Immobilie auf Erbpacht überhaupt in Frage kommt. Das Eigentum der Immobilie erwerben Sie nicht, für die Nutzung der Immobilie fällt die Erbpacht an.
- Fenster mit Schallschutz: Sind ein Muss. Wenn nicht vorliegend, sollten
Sie in Ihre Kostenkalkulation für zukünftige Sanierungskosten einfließen.
- Größe der Immobilie (Wohnfläche, Nutzfläche, Grundstück): Lassen Sie
sich die Größe zusichern und messen Sie im Optimalfall eigenhändig nach. Auch eine unwesentliche Abweichung der Istgröße von der Sollgröße von z.B. zwei Quadratmetern macht einen Unterschied von mehreren Tausend Euro.
- Grunderwerbsteuer: Ist je nach Bundesland unterschiedlich und ist neben
Makler-, Notar und weiteren Verwaltungskosten eine wesentliche Komponente der Anschaffungsnebenkosten.
- Grundsteuer/Hebesatz: Die Grundsteuer ist eine laufend an die Gemeinde
zu zahlende Steuer. Je höher der Hebesatz, desto höher die Grundsteuer.
- Gutachter: Wir empfehlen Ihnen, vor Ihrer Kaufentscheidung einen neutralen
Gutachter einzuschalten. Vor endgültiger Abnahme eines Neubaus empfehlen wir ebenso eine abschließende Prüfung durch einen neutralen Gutachter.
- Hausgeld: Das zu zahlende Hausgeld für Betrieb und Verwaltung der Immobilie
ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Prüfen Sie, wie sich das Hausgeld in der Vergangenheit entwickelt hat. Sind im Gemeinschaftseigentum genug Rücklagen, um auch Sonderaufwendungen ohne wesentlichen Zusatzbeitrag der Eigentümer leisten zu können?
- Heizkosten/Energiekosten: Lassen Sie sich die Historie der Heizkosten
geben und erläutern. Fordern Sie den Energiepass ein.
- Helligkeit: Wie hell ist Ihre Immobilie, Sonneneinstrahlung wann und wo.
Je mehr Helligkeit eine Immobilie bietet, desto größer sind die Wiederverkaufschancen.
- Infrastruktur (Shopping, Ärzte in der Umgebung etc.): Ein wesentliches
Lagekriterium.
- Kaufpreis: Recherchieren Sie ausführlich bevor Sie in Verhandlungen
einsteigen. Wie hoch sind marktübliche Quadratmeterpreise in der Umgebung. Lassen Sie sich auf keine Bietergefechte ein.
- Lage: Ein ganz wesentliches Kriterium beim Immobilienkauf. Als Kriterien
gelten u.a. Lärm, Gerüche, Verkehrsanbindung, Infrastruktur mit Einkaufs- möglichkeiten und ärztlicher Versorgung, Freizeitmöglichkeiten.
- Maklerprovision: Eine nicht zu unterschätzende Komponente der Anschaffungs-
nebenkosten. Klären Sie vor Aufnahme von Verhandlungen die Höhe der Maklerprovision ab, damit später keine unliebsamen Überraschungen auftauchen.
- Protokolle der Eigentümerversammlungen: Lassen Sie sich die Protokolle
der Eigentümerversammlungen der letzten zehn Jahre aushändigen und studieren Sie diese genau. Lassen Sie die Finger von der Immobilie, wenn Ihnen diese nicht ausgehändigt werden. Ein Hinweis auf Streitigkeiten in der Eigentümerversammlung kann eine lange Sitzungsdauer darstellen.
- Ruhige Lage: Eine Lage mit wenig Lärm wird im allgemeinen sehr präferiert
und ermöglicht gute Argumente im Wiederverkauf. Bitte achten Sie darauf, dass sich daran auch nichts ändern wird/kann (z.B. Bau einer Schnellstraße, neue Gewerbeansiedlungen etc.).
- Stellplatz/Garage: Ist ein sehr großes Plus, wenn nicht sogar ein Muss,
auch wenn Sie kein Auto besitzen (Sie können ja vermieten). Spätestens beim Wiederverkauf der Immobilie zeigt sich der Wert.
- Stockwerk: Wählen Sie nach Ihrer Präferenz: Erdgeschoß-Wohnungen
bieten manchmal einen beliebten Gartenanteil. Häufig ist das 1.OG im Quadratmeterpreis am niedrigsten und steigt dann von Stockwerk zu Stockwerk an (mehr Licht).
- Teilungserklärung: Prüfen Sie bei Kauf einer Eigentumswohnung genau
die Teilungserklärung. Verifizieren Sie, dass Keller und ggf. Stellplatz/Garage korrekt zugeordnet sind. Eine nachträgliche Änderung/Korrektur ist nur durch notarielle Zustimmung jedes einzelnen Eigentümers der Wohnanlage möglich und damit praktisch fast unmöglich.
- Verkehrsanbindung / öffentliche Verkehrsmittel: Wesentlich ist eine gute
Anbindung. Alles was fußläufig unter zehn Minuten erreichbar ist, wird noch akzeptiert.
- Ziegelbau/Beton/anderer Baustoff: Ziegel bietet eine gute Wärmespeicherung.
Betongebäude können sich im Sommer schnell aufheizen.
- Zimmerhöhe: Sollte nicht zu niedrig sein, da sich sonst ein Engegefühl einstellen
kann. Eine sehr hohe Zimmerhöhe kann etwas höhere Heizkosten verursachen.
- Zwangsversteigerungen: der Erwerb von Immobilien über Zwangsversteigerungen
macht im allgemeinen aus unserer Sicht wenig Sinn, da Sie die Katze im Sack kaufen und eine Vorabbesichtigung in der Regel nicht möglich ist.
|
|
HAUSKAUF.COM - Das Immobilienportal
|
|
|